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Thema: 2015 Civic Type-R (FK2-R) Öl-Thread!

  1. #1021
    Eichhorns best friend! e.V. Vorstand
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    https://youtu.be/MwOF47KT1FM?t=14m39s

    Minute 14:40.

    Öl-Bezug: 15:25 min
    Geändert von Alf (02.06.2018 um 11:38 Uhr)
    Benutzen, statt putzen!
    "Das ist nur optisch angerissen, da ist kein richtiger Riss."

    Der Programmierer der Autokorrektur ist ein Erdloch und soll sich ins Knie fügen!

  2. #1022

    Standard Erfahrung mitteilen Fk2R und FK8 Motor und Schmierstoffe

    Hallo zusammen!

    Ich hatte vor kurzem einen quasi privaten Dauertest meines 1.8er Honda Civic Sport von 2008 ins dazugehörige Unterforum eingestellt. Dies ist allerdings mein Alltagsfahrzeug. Zwischenzeitlich hatten ich sowie auch mein Bruder den Civic FK2 R sowie neuerdings den Honda Civic FK8. AUfgrund meines Interesses für Technik, habe ich mich hier sehr aufmerksam durch Forum gelesen. Ich möchte mit folgendem Beitrag sicherlich keinen Streit oder keine Grundsatzdiskussion vom Zaun brechen, sondern viel mehr mitteilen, was meine Erfahrungen mit diesen Fahrzeugen ist und worauf es ankommt, wenn man so ein Fahrzeug nach Vorgabe pflegt um lange Spass daran zu haben.

    Zunächst einmal sind die beiden oben genannten Fahrzeuge im Prinzip absolut Hondatypisch sehr sehr zuverlässig, und das auch obwohl Honda beim Civic FK2 R mit einem Turbobenziner das erste mal Neuland betrat. Auf der Nordschleife und einem Trackday hatte ich mal das Vergnügen mit einem Honda Dauertest und Belastungsfahrer auf der Nordschleife ( Auch mal im Alltag auf der Strasse ) über die Entwicklung das Fahrzeuges zu sprechen.
    Leider musste ich feststellen, dass viele Meinungen die hier kursieren, völligst gegenteilig sind zu dem was mir der Fahrer und meine bisherigen Eindrücke des Wagens mitteilen. Wenn ich da schon einmal auf den seitenlangen Öl Thread verweisen darf. Mit Sicherheit sind dort auch der ein oder andere Hinweis enthalten welche ich teile, meistens jedoch nicht. Vielen Fahrer zerbrechen sich den Kopf was sie in ihr Fahrzeug einfüllen lassen, derweil ist es so einfach. Honda gibt eine klare Anweisung bezüglich Honda Civic Type R :
    ACEA A3/B3
    ACEA A5/B5
    Im Diagramm ist die Viskosität dargestellt, welche Honda gern eingefüllt lassen wissen möchte.Sollte man das 0W20 verfügbar haben, so sollte man zum Engine Type 2.0 greifen, daher kein anderes 0W20, man sollte nur dieses verwenden. Daneben ist ein Vermerk, welches dem Händler bzw dem Kunden erlaubt auf ein 5W30 bzw ein 0W30 auszuwichen, falls das erst genannte Öl nicht verfügbar ist. Es ist also schlichtweg falsch wenn man sagt, das man alle Öle verwenden darf, welche die oben genannte ACEA Norm erfüllen. Dafür gibt es die Viskositätstabelle. Hätte Honda auch weitere Viskositäten freigegeben, dann stünden diese auch im Handbuch drin. Leider habe ich hier auch noch nicht gelesen, das Honda eine Ölpumpe mit viskositätsabhängiger Förderleistung hat. Dies sind Dinge die der Motorenkonstrukteur weiss und wonach er seine Vorgaben für das gesamte Fahrzeug fertigt.

    Hier wird ständig davon gesprochen das Honda dies nur tut, weil Honda Sprit sparen muss. Dies ist mit Sicherheit ein Argument, nur ist es so, das es auch weitere Vorteile gibt wieso man heutzutage solche Schmierstoffe verwendet. Unter anderem wird es wegen der besseren Wärmeabfuhr, dem deutlich besseren leichteren Lauf des Motors ( Reibminderung ). Eine höhere Öltemperatur wird man mit einem zähflüssigerem Motoröl in jedem Fall haben, einfach weil die Eigenreibung steigt. Der Motor muss mehr Kraft aufwenden um dieses Motoröl durch den Kreislauf zu befördern. Insbesondere die Ölpumpe, welche darauf ausgelegt ist mit solch einem Öl zu fahren.
    Ein weiterer entscheidender Schritt wieso man zu solch einem Schmierstoff wie einem 0W20 greift ist die Tatsache, das ein Motoröl, je höher dessen Viskositätsspreizung ist, mehr Additive und Zusätze erhalten muss, um beispielsweise ein 5W öl auf ein W50 zu "pimpen". Es ist auch sehr entscheidend welches Basisöl der Hersteller für sein Motoröl gewählt hat. Ein 0W20 hält um ein vielfaches länger seine Viskosität als ein Öl mit größerer Viskositätsspreizung. Letzteres neigt auch viel mehr zu Ablagerungen, welche konstruktionsbedingt ohnehin bei einem Direkteinspritzer bei dem einen Hersteller mehr bei dem anderen weniger Probleme machen.
    Grundsätzlich kann man sagen das man einem vollsynthetischen Öl Motoröltemperaturen von 120-130 Grad Dauerbelastung zumuten kann, bevor es zu beschleunigtem Altern und Einbußen bei der Leistungsfähigkeit kommt. Dies bestätigte auch ein Motul Techniker, mit dem ich mich ma über dieses Thema via Email ausgetauscht habe.
    Ein weiterer großer Faktor ist der Kaltstart. Dieser entspricht, je nach Fahrzeug, bis zu 250 Kilometer Autobahn, pro Kaltstart wohlgemerkt. wie sich ein 5w oder gar ein 10W schlechter auswirken wenn man das Fahrzeug bei kälteren Temperaturen startet, kann man einem Motoröl Viksoitätsindex entnehmen. Dieser zeigt auch, das bei 0 Grad Aussentemperatur, ein 0W 3 Sekunden, ein 5 W 8Sekunden und ein 10 ganze mindestens 18 Sekunden braucht um den gesamten Motor zu durchölen. Dies kann natürlich je nach Fahrzeug geringfügig variieren, es sollte lediglich einen Anhaltspunkt darstellen. Wenn man sich nun vorstellen muss, das sich ein Öl, welches für einen Motor konstruiert wurde, das auch bei den Ölbohrungen und Leitungen auf diese Viskosität ausgelegt ist, dort durch " quälen muss" und teils viel später an gewünschter Stelle ankommt als vorgesehen.
    Unser erster FK2 R wurde regelmäßig betrieben auf der Nordschleife , teils 2 Runden direkt am Stück und mit einer Leistungssteigerung auf etwa, je nach Prüfstand 380 Ps, und von Öltemperaturen bis zu 132 Grad. Das ganze immer mit dem Engine Type 2.0 0W20. Und was soll ich sagen , das Fahrzeug läuft und läuft sehr gut, ja und das auch absolut ohne Öl Verbrauch zwischen den Wartungen ( etwa alle 10000 Kilometer )
    Selbst der neue FK8 mit mittlerweile 15000 Kilometern drauf wird mit diesem Öl betrieben, seltener aber auch hin und wieder mal auf der NOS. Natürlich ist es sinnvoll bei einem Fahrzeug welches man meist oder immer einer solchen Belastung aussetzt , das auch von Honda genehmigte W30 einzufüllen. Derzeit ist mir kein Schmierfilmabriss ( welcher meist immer einen Motorschaden zur Folge hat ) bekannt, der aufgrund des schnellfliessenden Schmierstoffes zustande gekommen ist.

    Übrigens habe ich einen Motor gesehen welcher mit einem 10W60 betrieben wurde. Der war bei unserem befreundeten Motoreninstandsetzer aufgrund eines angeblichen Problems am Kettentrieb. Daraufhin wurde am Fahrzeug so ziemlich alles erneurt. Aber worauf ich hinaus will ist, die Ablagerungen an Kolben und Ventilen, das war wirklich ein Bild, welches ich in meinem Motor niemals haben mag. Das der noch so lief war für mich ein Wunder. Man darf nie vergessen das selbst bei einem 24h Rennen auch nicht immer W50 oder W60 Motoröle eingesetzt werden, und das obwohl man 3500 Kilometer etwa dem Motor alles abverlangt. Ich denke das da mehr Belastung für das Öl zusammen kommt als wir es bei unseren Strassenfahrzeugen je erreichen werden.
    Mein Tipp ist einfach das Öl früher oder öfter zu wechseln aber grundsätzlich insbesondere solch einem Hersteller wie Honda zu vertrauen und sich an die Vorgaben dessen zu halten.

    Dies war Teil 1 meiner Erfahrung diesbezüglich, es werden weitere Folgen. Bitte nicht als Streit verstehen, es dient lediglich dem Austausch von Erfahrungen. Bis demnächst.

  3. #1023
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    hi, danke für deinen bericht bezüglich des öls.
    von erfahrung der beiden kisten habe ich leider nicht viel gelesen.

    auch teile ich deine meinung null zum 0w20.
    ich für meinen teil hatte beim fk2r auf der autobahn bereits schon öltemps von 140 grad mit dem 0w20.
    nach dem wechsel auf 5w50 mobil1, was selbstverständlich die anforderungen erfüllt, ging die öltemp deutlich zurück und der kasten lief einwandfrei.

    dein bericht hätte also sicher eher in den ölthread gepasst
    Grüsse vom Meister!!

  4. #1024

    Standard

    Solltest Du wirklich 140 Grad Öltemperatur haben, dann würde ich mir eherSorgen machen ob eventuell etwas anderes nicht stimmt, oder Du aber als Rennfahrer anfangen könntest.Nun gut, angenommen Deine Aussage stimmt, so frage ich mich wie es sein kann, das Du deutlich weniger Öltemperatur mit einem zähfliessenderen öl hast obwohl ein wesentlich mehr an Eigenreibung vorhanden ist. Ich denke dann haben die Motorsport Leute echt keine Ahnung , weil diese fahren eben meist keine zähfliesserenden Öle um den Wärmehaushalt wesentlich besser in den Griff zu bekommen. Du stellst das durch Deine Aussage in Frage, ich bezweifle das sehr. Um aber genaustens zu beweisen wieso ein 0W20 nicht das richtige Öl ist, so warte ich immernoch auf die vielen Motorschäden die durch Schmierfilmabrisse entstanden sind, weil das Öl zu schnellfliessend geworden sind.Bisher sind mir und den meisten Honda Händlern nur Schäden bekannt, die durch Verschalten entstanden sind.
    Wie gesagt ein wahrer Motoren Ingenieur fasst sich einfach nur an den Kopf wenn ein Strassenfahrer ein W50 oder gar W60 in einen Motor kippt, der für 0W20 ausgelegt ist. Und nochmal, es sind im Handbuch Viskositäten angegeben, welche gefahren werden dürfen wenn 0W20 nicht verfügbar ist, von einem W50 oder W60 lese ich da nix. Warum Honda das so macht, habe ich oben ausführlich beschrieben.
    Genau diese Karren landen dann beim Motoreninstandsetzer weil sie verkokt sind bis zum geht nicht mehr, wenn sie vorher nicht schon die Segel streichen weil das Öl viel später an wichtigen Stellen sind als von Honda konstruiert. Aber ich weiss ja, in einem Forum sind eben viele welche den Honda Ingenieuren einiges voraus haben...

  5. #1025
    Avatar von Mr.sferas
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  6. #1026
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    Ich hab die Beiträge mal in das Öl-Thema verschoben.

    ATR-Meister hat leider Recht. Ich lese zu 90% Meinung und 10% Erfahrungen.

    Und warum gilt die Erfahrung von ATR-Meister weniger und wird angezweifelt/ins Lächerliche gezogen und deine dürfen gelten?

    Und noch mal, im Handbuch stehen verpflichtend die Klassifizierungen und empfehlend die Viskosität. Wenn euch die Bedeutungen der Worte verpflichtend und empfehlend nicht klar sind.

    Auch haben einige Leute eben nicht empfohlen, 5W50, 10W60 und sonst was in einen Alltagswagen zu kippen. Dafür musst du ins MaxRev, dass man dir empfiehlt höheren Ölverbrauch mit 10W60 Racing zu beheben.

    Also noch mal.

    0W20 für Alltag und gelegentliche Rennstreckenbesuche sicher optimal. Aber je weiter die Nutzung weg vom Brötchenholen, hin zum hot lapen im Hochsommer geht und je weiter sich der Motor von der Serie entfernt, desto weiter darf auch das Öl in die richtige Richtung wandern. Also 5W30, 5W40, 5W50.


    Sollten wirklich neue Erkenntnisse und Erfahrungen kommen, dann kurze Info an mich und ich mache hier wieder auf.

    Ansonsten werden ab jetzt bloße Meinungsäußerungen hier her verschoben.
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